weil wir Pferde lieben

In unserem ersten Blogeintrag möchten wir gern unsere Gedanken und unser Hauptanliegen mit euch teilen.

Unser Team Pegasus kümmert sich täglich darum, dass sich die Pferde bei uns auf der Reitanlage wohl fühlen und ein gutes Leben führen

Weil wir Pferde lieben!

Aber was zeichnet ein gutes Leben für ein Pferd überhaupt aus?

In dem Wort „gut“ verbirgt sich nämlich ein großer Interpretations-Spielraum:
Was der Eine als „gut“ für sein Pferd empfinden vermag, muss der Andere bei weitem nicht befürworten und umgekehrt ebenfalls.

Beide Ansichten sind jedoch „anthropozentrisch“ und werden es auch bleiben. Damit ist nicht unbedingt gemeint, dass wir uns egoistisch gegenüber unseren Tieren verhalten, sondern, dass wir als Menschen nun einmal die Welt als Mensch wahrnehmen und nach unseren Bedürfnissen gestalten.

Sobald wir aber ein anderes Lebewesen in unsere Obhut begeben, haben wir die Verantwortung, unseres Erachtens sogar die Verpflichtung den Bedürfnissen von jenem gerecht zu werden.

Aufgrund der Tatsache, dass wir Menschen sind, können wir uns bloß vorstellen, wie sich unser Tier in einer bestimmten Situation fühlt. Was es jedoch für das einzelne Tier wirklich konkret bedeutet, das können wir nur erahnen.
Abgesehen davon, fällt es uns Menschen oft schon schwer sich in einen anderen Menschen zu versetzen, gerade was Empfindungen betrifft. Selbst wenn wir als Mensch für solche Eindrücke scharf umrissene Umschreibungen finden. Man darf sich in diesem Fall nicht durch die verwendeten sprachlichen Formen in die Irre führen lassen. Es sollte nicht davon ausgegangen werden, dass Substantive für Empfindungen etwas in ähnlicher Form bezeichnen, wie es beispielsweise Ausdrücke für materielle Gegenstände in Raum und Zeit tun, denn sie haben schließlich kein konkretes, sichtbares Bezugsobjekt. Deshalb ist die Funktion der sprachlichen Bezeichnungen für Empfindungen wesentlich schwieriger zu beschreiben, da sie erst einmal subjektiv sind. Im allgemeinen Sprachgebrauch können wir durchaus wissen, wenn man Schmerzen hat, wie zum Beispiel die Mutter um die Schmerzen ihres Kindes, da es „Aua“ oder Ähnliches sagt.

Wie können wir dann ein gutes Leben für unser Pferd bestimmen, wenn das andere Lebewesen sich uns nicht immer eindeutig mitteilen kann, da es nicht „unserer“ Sprache fähig ist?

Wie oben schon erwähnt, ist „gerecht werden“ das Stichwort:
Ersetzen wir gut durch „artgerecht“. Die Eigenheiten der Spezies „Pferd“ berücksichtigen und Parameter finden, an denen wir uns orientieren können und nicht an Aspekten, die wir vermeintlich als „gut“ oder richtig betrachten.

Nach § 2 des Tierschutzgesetzes muss, wer ein Tier hält, es seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen, und er darf die Möglichkeit des Tieres zu artgemäßer Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen, vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden.

Tierschutzgesetz

Da ein Pferd ein Herdentier ist, ist die Einzelhaltung ohne sozialen Partner nicht verhaltensgerecht. Das Pferd ist von Natur ein Schritt-Tier, dass sich bis zu 16 Stunden langsam bewegt. In unserer Haltung müssen wir demnach dem Pferd zusätzliche Bewegung (neben Reiten, Fahren etc.) verschaffen. Dem Pferd ist so häufig als möglich Weidegang zu gewähren, da es seinem natürlichen Lebensraum am ehesten entspricht. Das Futter muss dem Bedarf des Pferdes entsprechen. Zur artgemäßen Ernährung des Pferdes gehört ein ausreichender Teil an strukturiertem Futter. Besteht kein freier Zugang zum Raufutter, muss es mindestens dreimal täglich verabreicht werden.


Futteraufnahme ist auch Beschäftigung! Die Atemwege des Pferdes reagieren auf Staub und Schadstoffen sehr empfindlich.
Für ausreichende Frischluftversorgung und angemessene Luftzirkulation muss gesorgt sein. Staub- und Keimgehalt, relative Luftfeuchte und Schadgaskonzentration müssen in einem Bereich gehalten werden, der für die Pferdegesundheit unbedenklich ist.
Zusammenfassend ist zu nennen, dass sich aus der Sicht des Tierschutzes viele Anforderungen an den Tierhalter ergeben: Unter anderem muss jedem Pferd ausreichend Bewegung verschafft werden, eine tägliche Kontrolle auch hinsichtlich von Krankheitsursachen mit anschließender rechtzeitiger Hinzuziehung eines Tierarztes, ausreichende Fütterung, und entsprechender Erziehung, damit entsprechende Pflegemaßnahmen und Untersuchungen überhaupt möglich sind.
Bei der Gestaltung der Haltungsmöglichkeiten sollten entsprechende Richtmaßen hinsichtlich Grundfläche der Laufställe bzw. von Abtrennungen etc. bekannt sein und als Mindestvorgaben eingehalten sein. (vgl. www.pferdeleben.de)

Durch entsprechendes Management muss also eine artgerechte Haltung sichergestellt werden und genau dafür steht unser Team zur Verfügung. Dabei wird nicht zwischen Freizeit- oder Sportpferd unterschieden. Bei uns dürfen Pferde Pferd sein!

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